Vierter Tag - 11.6.2004 - Timoleage Abbey - Mizen Head - Glengarriff - Garinish Island
Um kurz nach acht Uhr geht wir zum Frühstück. Dieses fällt an diesem Tag sogar noch reicher aus als an den beiden Tagen zuvor. Mit gut gefülltem Magen und voller Tatendrang packen wir anschließend unsere Sachen zusammen und brechen auf.
Unsere erste Station an diesem Tag ist die Timoleague Abbey. Dieses Kloster wurde 1642 von den Engländern geplündert. Dennoch ist noch einiges zu sehen und daher auf jeden Fall den Besuch wert.
Unser nächstes Ziel ist Clonakilty. Einige Zeit fahren wir durch eine sanfte Hügellandschaft ehe wir ankommen. Das Objekt der Begierde wäre hier das Lisnagun Ring Fort. Wir müssen aber leider feststellen, dass man selbiges erst ab mittags betreten kann.
Wir setzen also unseren Weg fort in Richtung Glandor. Den Drombeg Stone Circle den wir uns dort anschauen wollen finden wir aber leider irgendwie nicht so wirklich. Einmal mehr macht uns die irische Beschilderung Schwierigkeiten.
Wir fahren also unverrichteter Dinge weiter zum Mizen Head. Die Straße dorthin führt entlang der Küste durch eine sehr abwechslungsreiche Landschaft.
Mit kurzen Worten gesagt also eine Strecke die für Viedo- und Fotoaufnahmen ideal ist. Tamara bemüht sich darum unsere Fahrt via Videokamera von der Rücksitzbank aus festzuhalten. So wie sie sich das vorgestellt hat gelingt ihr das allerdings nicht. Allerdings ist das ausschließlich dem Zustand der Straßen zu schulden…
Auf dem Weg kommen wir auch bei einem der vielen Strände vorbei und entschließen uns dazu hier ein wenig spazieren zu gehen. Dabei stellt sich heraus, dass der Strand über und über mit Muscheln bedeckt ist. Schon ein toller Anblick…
Nach etlichen Kilometern - und wahrscheinlich ebenso vielen Zwischenstopps - erreichen wir schließlich den Mizen Head. Er gilt als der südwestlichste Zipfel von Irland. Auf einer dem Mizen Head vorgelagerten Instel steht ein Leuchtturm. Passend dazu wurde am äußersten Ende des Mizen Head ein Museum eingerichtet. Um dieses zu erreichen geht man über eine Stahlbrücke welche etwa 20m über dem Wasser schwebt.
Nachdem dem Museumsbesucht stellen wir uns noch ein wenig auf die Aussichtsplattform. Dort wird die Luft über die Klippen nach oben gepresst. Daher ist es dort ziemlich stürmisch und auch der Atlantik bricht sich meterhoch an den Klippen.
Unser nächstes Ziel ist Glengarriff. Die Straßen dorthin führen uns entlang der Küste. Mal rauf. Mal runter. In Irland sind nunmal die Straßen dem Gelände angepasst und nicht umgekehrt…
Auf dem Weg nach Glengarriff liegt noch das Bantry House. Nachdem wir aber schon die Powerscourt Gardens gesehen haben lassen wir dieses Anwesen aus.
In Glengarriff angekommen suchen wir uns zunächst unser heutiges Quartier. An und für sich hätte ja auch dieses ein B&B mit 6 Zimmern sein sollen. Aber scheinbar wurde es ein wenig vergrößert und das Ganze zu einer Art Hotel umgebaut.
Allerdings waren diese Umbauten noch nicht ganz fertig. Was auch die teilweise fehlenden Türgriffe erklären dürfte… Auch die Beleuchtung des Zimmers bestand im Grunde nur aus einer Nachttischlampe (die Lichtschalter waren wohl nur ein kleiner Scherz des Elektrikers….)
Und auch die Inhaberin dieser Gaststätte erschien uns ein wenig seltsam. Tamara verglich sie mit einer Klosterschwester… muss ich mehr erzählen?!
Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben, suchen wir nach der Fähre zur Garinish Island. Eine Insel mit einem Garten aus vorwiegend subtropischen Pflanzen. Die 10€ pro Person für das Boot sind zwar meiner Meinung nach ein wenig übertrieben, aber was bleibt uns übrig? Immerhin haben wir auf der Überfahrt ein paar Robben gesehen.
Für den Beusuch der Insel selbst muss extra bezahlt werden. Aber das lohnt sich!
Auf dem Rückweg inklusive einem kleinen Waldspaziergang kehren wir dann noch in ein kleines Gasthaus ein. Dort genehmigen sich Stefan und ich einen originalen Irish Stew. Tamara traut dieser Speise nicht so recht.
Danach kehren wir in unser Quartier zurück und lassen den Tag ausklingen.