Erster Tag - 8.6.2004 - Abreise - Dublin - erstes Quartier
Am Flughafen angekommen nehmen wir unser Gepäck und haben kurz nach zehn Uhr unseren Check-In glücklich hinter uns gebracht. Wir machen uns auf zu Gate A46. Dort geht es ab in den Autobus. Dieser bringt uns zu unserem Flugzeug. Der erste Abschnitt unseres Fluges führt uns über Wien. Bei nur sehr geringer Bewölkung und damit herrlicher Sicht nach Prag. Weiter über Nürnberg, Frankfurt, Köln, Amsterdam und den Ärmelkanal. Um 13.15 haben wir den Ärmelkanal bereits hinter uns gelassen und fliegen über die Stadt Machester richtung Dublin.
Um 12.57 Ortszeit landen wir in Dublin. Und man hätte glauben können, dass wir wieder in Wien sind. Überall finden sich Felder mit Getreide, Viehweiden und dazwischen Waldgürtel und Wiesen.
Es ist bewölkt und hat 20°C - und KEIN REGEN! Womit das erste Vorurteil entkräftet wäre…
In der Ankunftshalle angekommen suchen wir zunächst einmal nach dem Schalter der Autovermietung. Nach einiger Suche werden wir doch noch fündig. Da wir unser Auto bereits im Vorhinein gebucht haben, so schickt man uns vor die Ankunftshalle wo wir einen Kleinbus finden der uns zum Stellplatz der Mietautos bringt. Gesagt, getan.
Dort angekommen müssen wir uns dann in einer kleinen Warteschlange anstellen. Aber bei all der irischen Gemütlichkeit kommt hier so schnell kein Stress auf. Leider darf ich noch nicht mit einem Mietauto fahren, da man dazu mindestens 21 Jahre alt sein muss…
Wir bekommen dann einen Toyota Corolla 3-Türer. Dieser ist noch ziemlich neu - erst seit 2 Monaten ist er zugelassen…
Nachdem wir unser Gepäck verstaut haben, machen wir uns gleich auf den Weg in die Innenstadt von Dublin! Eigentlich suchen wir das “National Museum”, aber selbiges zu finden stellt sich bereits nach kurzer Zeit als durchaus schwieriges Unterfangen heraus.
Durch praktisch nicht vorhandene Wegweiser und einem Verkehrschaos wie auf der Wiener Süd-Ost-Tangente kommen wir ganz schön in Stress. Schlussendlich beschließen wir uns ein Parkhaus zu suchen und den restlichen Weg mit der Karte in der Hand zu Fuß zurückzulegen. Problemlos erreichen wir unser Ziel und halten Ausschau nach einer Kassa. Nur da suchen wir vergeblich…
Das Museum selbst ist derartig umfangreich, dass uns doch glatt die Zeit ausgeht und man uns elegant und freundlich aus dem Hause komplimentiert. Nichts desto weniger hat sich der Besuch auf alle Fälle gelohnt. Kurz erwähnt sei an dieser Stelle auch noch, dass die irischen Museen WESENTLICH besser und liebevoller gestaltet sind, als alles was wir zuvor gesehen haben. Ob das am Nationalstolz der Iren liegt?
Im Anschluss an den Museumsbesuch schlendern wir noch durch ein paar Gassen, um schließlich wieder zu unserem Auto zurückzukehren. Für das Parkticket berechnet man uns 10€…
Wir beschließen nun nach unserem ersten Quartier zu suchen. Dazu machen wir uns auf die Suche nach dem Vorort Swords. Was sich allerdings als gar nicht so einfach herausstellt. Kein Wunder bei den Beschilderungen. Noch nicht einmal einen Wegweiser zur Autobahn können wir finden. Aber irgendwann, nach einigen Umwegen, ist es dann doch geschafft. Die Autobahn! Dann noch mal eine kleine Runde um den Flughafen (na ja…) und dann ist da auch schon das Ortsschild. Wir machen uns also auf die Suche nach der Chapel-Lane. Und werden sogar relativ schnell fündig. Nur das Bed&Breakfast will sich nicht zeigen. Auf der ganzen Straße nicht ein einziges B&B. Nachdem wir bereits 2mal den gesamten Straßenzug abgefahren sind, fragen wir dann doch ein paar Einheimische.
Diese erklären uns dann, dass wir in dieser Straße völlig falsch sind, da es in einem anderen Ortsteil auch noch eine Chapel-Lane gibt. Und dort müssen wir hin. Sie haben uns dann - Gott sei Dank - auch den Weg dorthin beschrieben.
Endlich angekommen! Wir finden uns in einem lauschigen Landhaus wieder. Mit einem schönen Garten und sogar einem eigenen Parkplatz für die Gäste . Zum Abendessen fahren wir nochmal zurück nach Swords. Zum Tagesausklang machen wir noch einen kurzen Spaziergang durch den Stadtpark und genießen den lauen Sommerabend.