Vorwort zur 1. Auflage
Wenn Ihnen die Arbeit über den Kopf wächst, wenn Sie Aufgaben nur noch husch-husch und unterhalb Ihres Qualitätsanspruchs erledigen, wenn Sie wichtige, ja, strategische Dinge immer wieder aufschieben… dann geht es Ihnen wie vielen Menschen am Arbeitsplatz.
Das könnte Ihnen ein kleiner Trost sein; Sie haben unzählige Leidensgenossen. Besser wird Ihr Los dadurch aber nicht. Auch die Frage, wie es dazu in epidemischem Ausmaß in Unternehmen hat kommen können, ist schwierig bis müßig. Eine Antwort darauf brächte auch noch keine unmittelbare Verbesserung. Interessant ist eher, ob es einen pragmatischen Lösungsansatz gibt. Was können Sie persönlich und konkret tun, um sowohl produktiver wie auch zufriedener zu werden? Wie können Sie lösungsorientiert an das Problem herangehen?
Dazu möchten wir Ihnen einige Vorschläge machen, die sich für mich als hilfreich erwiesen haben. Jeden dieser Tipps können Sie allein umsetzen, ohne einen Vorgesetzten oder Kollegen um Erlaubnis zu bitten. Sie selbst sind ganz Lenker Ihres Produktivitätsschicksals – was in sich schon ein erster Baustein zu mehr Zufriedenheit ist. Denn die steigt mit Ihrer Autonomie. Die Kontrolle zu übernehmen, sich nicht mehr ausgeliefert fühlen, das hat hohen Wert. Umso höher ist der, je mehr Sie sich unter Druck fühlen.
Über Tipps hinaus soll es allerdings auch um etwas „Theorie" gehen. Sie sollen ja nicht einfach treu glaubend etwas tun, sondern verstehen, warum wir meinen, dass es nützlich ist. Das hilft auch beim Transfer der allgemeinen Vorschläge in Ihre konkrete Arbeitsplatzpraxis.
Andrea Kaden & Ralf Westphal, 2013 / Hamburg