Anhang - Musterlösungen

Wenn du nachhaltig Software entwickeln willst, wie ich es mir vorstelle, dann musst du dir nicht nur ein paar Tipps&Tricks merken. Es wäre schön, wenn es so einfach wäre - doch das reicht leider nicht. Du braucht vielmehr Übung und Experimente und Reflexion. Immerhin gilt es, einige Gewohnheiten abzustreifen und Glaubenssätze zu verändern. Jedenfalls ist es mir so ergangen auf meinem Weg zu Programming with Ease.

Um dich zu einer solch aktiven Auseinandersetzung mit der Methode zu animieren, gehören zu den Kapiteln Übungsaufgaben. Vielleicht hast du dich an der einen oder anderen schon versucht. Das wäre super, denn dann hast du den ersten Schritt zur erfolgreichen Veränderung und zum Kompetenzaufbau schon getan.

Der zweite Schritt besteht anschließend in der Reflexion deiner Lösungen. Die kannst du allein vornehmen, indem du dich am Ende zurücklehnst und überlegst, was gut und was schlecht gelaufen ist usw. Damit bewegst du dich jedoch nur innerhalb deiner eigenen Komfortzone. Tiefer geht deine Reflexion, wenn du sie von einem Kontrast ausgehen lässt. Den möchte ich dir mit den Musterlösungen in diesem Band bieten.

Meine Vorstellung davon, wie die Übungsaufgaben gelöst werden könnten, weicht sehr wahrscheinlich von deiner ab. “Könnten” schreibe ich hier bewusst statt “sollten”, weil ich nicht glaube, dass es nur eine Lösung für die Übungsaufgaben gibt. Vielmehr gibt es eine Lösungsbandbreite, die z.B. davon bestimmt ist, wie Schwerpunkte bei der Anwendung von Prinzipien und Praktiken gesetzt werden. Hier und da würde ich zwar sagen, dass es “keine zwei Meinungen geben sollte”, doch allermeistens ist das nicht so.

Die folgenden Musterlösungen sind daher nicht die Lösungen. Sie sind nicht “richtig” und deine “falsch”, wenn sie anders aussehen. Der Wert meiner Musterlösungen liegt nicht in einer “Wahrheit”, die sie verkörpern, sondern vor allem in ihrer Andersheit.

Die Differenz zwischen deinen Lösungen und meinen Musterlösungen soll dich noch weiter anregen, darüber nachzudenken, warum du zu deinen gekommen bist. Hattest du etwas missverstanden oder übersehen oder sogar in gutem Willen ergänzt? Hast du einen anderen Schwerpunkt gesetzt?

Warum meine Musterlösungen sind, wie sie sind, erkläre ich natürlich. Meine Entscheidungen sind (hoffentlich) alle begründet und plausibel für dich - was jedoch nicht heißt, dass man darüber nicht diskutieren könnte. Hätte ich mich anders entschieden, wo Entscheidungsfreiheit bestand, wäre ich zu anderen Lösungen gekommen - die vielleicht näher an deinen liegen würden. Der Kürze wegen biete ich dir allerdings nur jeweils eine Musterlösung pro Übungsaufgabe - und das auch nur in einem Monolog, wie ihn ein Buch ermöglicht.

Doch eine Musterlösung ist besser als keine, würde ich sagen. Damit kannst du deine Reflexion schonmal anregen und tiefer in den Lernstoff eintauchen.

Für persönlicheres, konkreteres und dialogisches Feedback stehe ich darüber hinaus natürlich gern zur Verfügung. Melde dich jederzeit per Email oder schaue dir auf meiner Homepage an, was ich dir ergänzend an Trainings und Coaching bieten kann.

Viel Erfolg und Freude bei der Lösung der Übungsaufgaben und der anschließenden Reflexion!