12. Fazit und Ausblick

Ich bin der festen Überzeugung, dass die modulare Entwicklung von Webfrontends der einzig vernünftige Weg ist, mit der steigenden Komplexität unseres Jobs umzugehen. Module ermöglichen uns bspw. die arbeitsteilige Entwicklung von Applikationen und Webseiten. In einem Projekt habe ich die einzelnen Module für die Webapp des Kunden erstellt. Dort nahm man diese Module und dynamisierte sie mit Angular.

Module ermöglichen uns auch eine einfache Dokumentation unserer Arbeit. Dabei müssen keine Screenshots gemacht werden und mit allen Modulen kann interagiert werden. Zudem werden alle Module mit eventuell browserspezifischen Besonderheiten dargestellt. All das ist ein großer Vorteil gegenüber den traditionellen PDF-Styleguides.

Zudem ist eine konsequente modulare Entwicklung auch für Agenturen sinnvoll. Sie können sich dadurch ihren eigenen Modulkatalog erstellen, aus denen Designer sich bedienen können. Rapid Prototyping lässt sich dadurch schnell realisieren. Im Prinzip kann jeder sein eigenes “Bootstrap” erstellen.

Ich habe versucht, Ihnen eine Orientierungshilfe zu erstellen. Sie ist keine fertige Blaupause. Sie müssen die Ideen und Anregungen in Ihren eigenen Workflow einbauen. Wichtig ist vor allem die Kommunikation zwischen den Gewerken und mit dem Kunden. Ein Styleguide ist nur dann nützlich, wenn er auch genutzt wird, wenn sich jeder gerne auf ihn bezieht. Jede Form des Styleguides hat genau da ihre Schwächen. Und ich fürchte, wir werden sie nie beseitigen können. Denn ein traditioneller PDF-Styleguide mag für Designer und Kunden attraktiv aussehen, für Entwickler ist er nicht besonders hilfreich. Schliesslich kann man keinen Code direkt heruaskopieren und man sieht kein browserspezifisches Verhalten oder Optiveränderungen in verschiedenen Breiten.

Ein Living Styleguide hingegen mag keine leckere Hochglanzbroschüre sein. Er ist aber genau im Zielmedium lokalisiert und sollte deshab für alle Beteiligten die richtige Art sein, die Arbeit anzugehen. Ich hoffe, Ihnen auf dem Weg dahin die richtigen Argumente geliefert zu haben.